:


-(3434)-(809)-(7483)-(1457) -(14632) -(1363)-(913)-(1438)-(451)-(1065)-(47672) -(912)-(14524) -(4268)-(17799)-(1338)-(13644)-(11121)-(55)-(373)-(8427)-(374)-(1642)-(23702)-(16968)-(1700)-(12668)-(24684)-(15423)-(506)-(11852) -(3308)-(5571)-(1312)-(7869)-(5454)-(1369)-(2801)-(97182)-(8706)-(18388)-(3217)-(10668) -(299)-(6455)-(42831)-(4793)-(5050)-(2929)-(1568)-(3942)-(17015)-(26596)-(22929)-(12095)-(9961)-(8441)-(4623)-(12629)-(1492) -(1748)

FERNSEHEN UND RUNDFUNK IN DEUTSCHLAND




Die Presse ist in Deutschland privatrechtlich organisiert, Fernsehen und Rundfunk sind Anstalten öffentlichen Rechts. Erst seit Mitte der 80er Jahre gibt es auch privates Fernsehen und Radio. Das Angebot und die Vielfalt von privatrechtlich organisierten Medien wird nur durch marktwirtschaftliche Mechanismen geregelt. Davon unterscheiden sich die Anstalten öffentlichen Rechts grundlegend: Sie sind weder in Privatbesitz noch gehören sie dem Staat; sie sind selbständige Institutionen, die aber unter öffentlicher Kontrolle stehen. Sie heißen Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) und Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF).

In der ARD haben sich die Fernsehanstalten der Bundesländer zusammengeschlossen. Diese verpflichten sich je nach Größe des Senders prozentual verteilt einen Beitrag zum Gesamtprogramm zu leisten. Daneben strahlt jede Fernsehanstalt ein regional begrenztes Drittes Programm aus. Das ZDF hat seinen Sitz in Mainz und ist zentral strukturiert.

Die wichtigsten Entscheidungskompetenzen in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten liegen bei den Rundfunk- und Fernsehräten. Hier, in einer Art Parlament, sind alle wichtigen gesellschaftlichen Gruppen vertreten. Die politischen Parteien, die Gewerkschaften, die Unternehmerverbänke, die Kirchen, Kulturverbände und andere öffentliche Institutionen entsenden Vertreter in dieses Gremium. Der Rundfunk- und Fernsehrat in einigen Ländern auch das Landesparlament wählt den Verwaltungsrat. Dieser wacht über das Programm und wählt den Intendanten, d.h. den Direktor einer Sendeanstalt, der für die Programmgestaltung verantwortlich ist. Diese Organisationsform garantiert eine weit gehende Offenheit für die verschiedensten gesellschaftlichen Einflüsse. Es zeigt sich allerdings, daß die politischen Parteien sich im Lauf der Zeit einen besonders intensiven Einfluß auf Radio und Fernsehen gesichert haben.

Finanziert werden die öffentlich-rechtlichen Medien durch Gebühreneinnahmen und durch Werbung. Jeder Haushalt, in dem ein Radio und/oder ein Fernsehgerät steht, muß eine monatliche Gebühr bezahlen. Die Möglichkeiten, mit Werbung den Etat aufzubessern, sind strikt reglamentiert. Nur zu bestimmten Sendezeiten ist Werbung erlaubt, auf keinen Fall zur Hauptsendezeit nach 20 Uhr.

Seit Mitte der 80er Jahre drängen private Anbieter für elektronische Medien auf den Markt. Mit RTL und SAT l starteten die ersten privaten Fernsehmacher; heute gibt es neun große Sender, und Experten sprechen bereits von einer Marktübersättigung. Für die öffentlich-rechtlichen Sender sind die Privatprogramme zu einer echten Konkurrenz geworden.



Aufgabe 45. Surfen Sie im Internet und ergänzen Sie jeden Absatz des Textes durch neue Angaben.

Aufgabe 46.Fassen Sie jetzt diese Information zusammen und antworten Sie auf die folgenden Fragen.

1. Seit wann gibt es privates Fernsehen und Radio in Deutschland?

2. Wie wird das Angebot und die Vielfalt der Massenmedien geregelt?

3. Stehen die Massenmedien unter öffentlicher Kontrolle?

4. Welche Fernsehanstalten haben sich in der ARD zusammengeschlossen?

5. Wer strahlt in Deutschland Drittes Programm aus?

6. Welche Rolle spielen Rundfunk- und Fernsehräte?

7. Von wem wird der Intendant (Direktor) einer Sendeanstalt gewählt?

Wie werden die öfffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland finanziert? Muß man eine monatliche Gebühr bezahlen?

Aufgabe 47. Bereiten Sie einen Vortrag über das deutsche Fernsehen vor. Stützen Sie sich dabei auf den Text und auf die zusätzliche Literatur aus dem Internet.

Aufgabe 48.Lesen Sie den Text und erzählen Sie wie das Unifernsehen im Rahmen der Tambover Staatlichen Dershavin-Universität funktioniert.

Fernsehenmachen kann man studieren: Die Uni Dortmund geht mit dem Projekt Unifemsehenneue Wege, denn erstmals machen Studis Fernsehen auf einer allgemein zugänglichen Frequenz. Henriette Seyfferth über Sinn und Unsinn einer solchen Aktion.

♦ Elfenbeinturm ade?

Wir konkurrieren mit allem, was an öffentlich-rechtlichen oder privaten Sendern derzeit auf dem Markt ist. Ulrich Pätzold, Professor für Journalistik an der Uni Dortmund, findet große Worte für das neue Projekt seines Fachbereiches: Seit April ist das Unifernsehen Dortmund auf Sendung und will etablierte Sender das Fürchten lehren. Mit dieser ehrgeizigen Kursbestimmung bringt Schirmherr Pätzold zugleich das Innovative seines Uni-TVs auf den Punkt: In Dortmund können Journalistik-Studenten jetzt Fernsehen auf einer allgemein zugänglichen Frequenz machen.

Bisher hatten angehende Journalisten an Europas Universitäten nur interne Kanale zur Verfügung. In diesen Nischen fernab vom Quotendruck sind durchaus sehenswerte Programme entstanden, z.B. der medienkritische ln-House-Report aus Wien oder der Aus- und Fortbildungskanal München. Beide senden rund um die Uhr auf einer hochschuleigenen Frequenz. Angehende Medienwissenschaftler und Medientechniker der Ilmenauer Hochschüler erreichen mit ihrem tagesfüllenden Übungsprogramm die Räume der örtlichen Studentenwohnheime. In Ilmenauer Nächten dürfen sich Studenten aller Fachbereiche live über Lust und Leid des Studentendaseins auslassen.

♦ Keine Spielwiese

Ein Übungsplatz oder eine Spielwiese, grenzt sich Pätzold von diesen Sendern ab, will das Unifernsehen Dortmund nicht sein, vielmehr professionelles Fernsehen, für das die allgemeinen Qualitätsstandards gelten, an denen sich alle Fernsehprogramme messen müssen. Für das ehrgeizige Projekt steht Pätzolds Zöglingen die Frequenz des örtlichen Offenen Kanals zur Verfügung. Fürs Erste eine halbe Stunde wöchentlich, aber wenn alles gutgeht, soll das Programm erweitert werden. Ob aus eigenem Material oder dem anderer Anbieter vermag Pätzold noch nicht zu sagen. Für das Magazin sollen lokale Themen aus dem Blickwinkel der Hochschule beleuchtet werden. Das ergibt einen schönen Farbtupfer in der Dortmunder Medien-landschaft, lobt Pätzold sein Konzept.

♦ PR per TV

Fernsehen durch die Brille der Uni, das gibt es seit dem 25. April auch in Mannheim, allerdings unter ganz anderen Vorzeichen: Die Pressestelle der Uni Mannheim hat im Campus TV einen neuen Weg für die Werbung in eigener Sache entdeckt: Wir wollen Verständnis für Belange der Uni wecken, erklärt Heiner Stix, Pressesprecher der Uni Mannheim, das Vorhaben. Für diese neuartige PR-Maßnahme stellt das Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) monatlich eine halbe Stunde Sendezeit zur Verfügung. Mit Ausbildung hat das Mannheimer Campus-TV leider nichts am Hut, wird es doch von professionellen Journalisten gemacht. Studenten können hier bestenfalls als Praktikanten und Ideenlieferanten mitwirken.

♦ Talentschmiede

Im Dortmunder Journalistik-Studium hingegen werden Profis erst gemacht. Talente wie Friedrich Küppersbusch oder Michael Steinbrecher, Moderator des Aktuellen Sportstudios, wurden hier geschmiedet Viele unserer ehemaligen Studenten sitzen auf Redakteursstellen, bilanziert Pätzold, erwähnt aber auch den Haken an der Dortmunder Karriereschleuder: Leider haben wir diesen strengen Numerus Clausus auf unser Journalistik-Studium, bedauert der Fernsehprofessor. Diese Hürde will erst mal genommen sein, wenn man sich in den neuen Lehrredaktionen zum Profi ausbilden lassen will. Denn das Unifernsehen Dortmund ist kein Ausbildungsbetrieb für Studenten aller Fachbereiche, sondern ein Forderprogramm für eine enorme Elite, die ohnehin schon von glänzenden Ausbildungsbedingungen profitiert. So ist zum Beispiel jedem Journalistik-Studenten in Dortmund ein Volontariat beim WDR sicher. Wen wundern da noch die guten Job-Aussichten für Absolventen?

Gerade auf die guten Posten seiner Ex-Studenten ist Pätzold aber besonders stolz: Wenn ein Institut Erfolg hat, kann es auch eher etwas bewegen, sagt er stolz und spielt damit auf die Finanzierung seines Projektes Unifernsehen an: Die medienfreundlichen Bildungspolitiker Nordrhein-Westfalens griffen dafür tief in einen Fordertopf namens Qualität der Lehre. Unser neuer Ausbildungssektor ist ja nichts anderes als ein Stück praktische Studienreform, begründet Pätzold die Entscheidung des Ministeriums und vergißt, daß man sich in Zeiten von Studienabbau und Akademikerarbeitslosigkeit auch andere Widmungen für solche Gelder vorstellen könnte.

Irgendwann werden allerdings auch die großzügigen Startreserven des Unifernsehens Dortmund aufgebraucht sein. Dann wird Professionals, jetzt noch didaktisches Programm, zum Gebot: Denn in der Anwerbung von Sponsoren wird sich die Konkurrenzfähigkeit des Unifernsehens erst erweisen. Ein Drahtseilakt zwischen Qualität und Quote also, dessen Gelingen noch aussteht.

Aufgabe 49. Es gibt für den Fernseher viele Bezeichnungen.

 
 
der flimmernde Babysitter; die Glotze; die Geräuschkulisse; das Fenster zur Welt; die Droge; der Informationsguru.

 

 


Welche Bezeichnungen könnte man den folgenden Bildern zuordnen? Begründen Sie Ihre Meinung. Nehmen Sie Stellung dazu.

Aufgabe 50. Bestimmen Sie zu welchem Zuschauertyp gehören Sie.

 

 

 

 

 

 

 

Aufgabe 51. Lesen und besprechen Sie verschiedene Meinungen zum Thema Kultureller Niedergang durch Fernsehen?.

Kultureller Niedergang durch Fernsehen?

***

Soweit ich es beurteilen kann, gibt es Kindheit oder Jugend nicht mehr - zumindest nicht in den Vereinigten Staaten. Es gibt natürlich kleine Menschen von nur geringem Lebensalter, mittelgroße, etwas ältere Menschen sowie große Menschen mit ergrauenden oder gar keinen Haaren. Sie unterscheiden sich in ihrer Körperkraft, in einigen ihrer kognitiven Fähigkeiten und im Zustand ihres Hormonhaushalts und sind daher mit unterschiedlichen Problemen befaßt und von verschiedenen Ängsten geplagt. Aber bei der Mehrzahl der im nichtbiologischen Bereich angesiedelten Merkmale, die eine Gruppe von der anderen unterscheiden, - ihren Wertvorstellungen und Wünschen, ihren Geschmäckern und Vorlieben, ihren kognitiven Gewohnheiten und Neigungen - kann kaum noch behauptet werden, daß Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedliche Kulturen darstellen.

Es wäre naiv, alleine den elektronischen Medien die Schuld zu geben. Sie haben jedoch eine führende Rolle bei der Neudefinition des Kindseins und des Erwachsenseins gespielt, so daß die Unterschiede zwischen beiden verschwanden.

Fotografien und bewegte Bilder sind Verlängerungen unserer Augen, und was sie darstellen, ist Kindern genauso zugänglich wie alles andere, das sie sehen. Und da die Bedienung des elektronischen Kastens, der solche Bilder ständig ins Haus liefert, schon leicht von Kindern vor ihrem zweiten Lebensjahr gemeistert wird, kann nur die kraftraubendste Wachsamkeit der Erwachsenen die Kinder vor diesen Geheimnissen beschützen. Dadurch werden Kinder schon in einem sehr frühen Alter in dieselbe Informationsumgebung eingeführt wie die Erwachsenen - oder zumindest in den Teil der Informationsumgebung, der in den leicht zugänglichen Bildern und der vereinfachten Sprache des Fernsehens kodiert ist.

Im Gegensatz zum Sehen ist das Lesen keine natürliche Reaktion bei Kindern. Man braucht Geduld, Ruhe, Zeit und die hingebungsvolle Zuwendung von Erwachsenen, um das Entziffern von Buchstaben zu lernen und Eingang in die Phantasie-welt der Biicher zu finden. Im rasenden Tempo des modernen Lebens werden je-doch Ruhe, Geduld und die Zuwendung Erwachsener seltener, während der Fernsehapparat immer zur Ablenkung, Unterhaltung und Gesellschaft bereitsteht.

Schon vor einem Jahrzehnt verbrachten amerikanische Kinder mehr Zeit vor dem Fernsehapparat als mit ihren Eltern und brachten es auf mehr als 5000 Stunden Fernsehzeit, bevor sie in die Schule kamen und ihren ersten Unterricht im Lesen und Schreiben bekamen. Nur wenige lesen mit Vergnügen oder nehmen gar freiwillig ein Buch zur Hand. Sie lesen nur, was sie lesen müssen oder wozu ihre Lehrer sie drängen. Und da ihre Lehrer mittlerweile selber Ergebnisse eines Lebens sind, das mit Fernsehen begann und später primär von audiovisuellen Medien geprägt wurde, sind sie dem Lesen nicht stark verpflichtet, nicht sonderlich kompetent darin und daher auch kaum geneigt, sich übermäßig lange mit einer Aufgabe abzumühen, die ihre Schüler ermüdend finden und die sie ebenfalls nicht besonders schätzen.

Es ist die große amerikanische Tragödie, daß die elektronischen Medien, indem sie die Tür zum Lesen zugeschlagen haben, die Kinder und ihre Eltern dieses alternativen Weltbildes beraubt und sie schutzlos der erniedrigenden elektronischen Ideologie des Einkaufens und Ausgebens ausgesetzt haben, wonach alle Kulturen einschließlich der Kultur der Kindheit als Märkte und alle Menschen einfach als Marktteilnehmer definiert werden. Ich glaube nicht, daß die Tür zum Lesen und das Tor zu einem von Büchern übermittelten, alternativen Weltbild in Amerika noch einmal aufgestoßen werden kann.

Und schon warten die Computer, um die Tür für immer zuzunageln. Ihre graphischen Schnittstellen sind zwar benutzerfreundlich, aber bücherfeindlich.

Vielleicht steht an einem anderen Ort - möglicherweise an Ihrem in Deutschland - die Tür zu Büchern und zu ihrem lebensspendenden, alternativen Weltbild noch halb offen. Wenn dem so ist, dann müssen Sie sowohl um des Kindseins als auch um des Erwachsenseins willen darauf achten, daß diese Tür nicht leise ins Schloß fällt, während Ihre Kinder fasziniert auf Ihren Computer oder Fernsehapparat starren.

 

 

***

Auch wenn mir der apokalyptische Ton von Postman nicht gefällt, auch wenn ich die Verklärung des Mediums Buch reichlich naiv finde (es gibt schließlich auch gedruckt und nicht nur elektronisch übermittelten Schwachsinn), möchte ich doch an seinem zentraleh Gedanken anknüpfen, den ich in meinen Worten so formulieren möchte: Wer niveaulosen Medienimpulsen ausgesetzt ist, ist meist schon sozial schwach und wird hierdurch noch schwächer. Medienbotschaften, die die Phantasie und Kreativität von Kindern lahmlegen oder irreleiten, erzeugen definite bei denen eine negative Wirkung, die keine ausgleichenden Erfahrungen und Erlebnisse haben.

Hier, bei den sozial, wirtschaftlich und kulturell Benachteiligten, liegen heute die eigentlichen Gefahren im Zusammenspiel von Medien, Kultur und Bildung. Wir haben es mit einer kumulativen Wirkung von Faktoren zu tun, die sich fatalerweise gegenseitig in die gleiche Richtung bestärken.

Die prägende, stilbildende Wirkung der Medien ist nicht zu unterschätzen. Sie steigt dort an, wo andere gesellschaftliche Kommunikationsfelder, insbesondere Familie und Schule, ihre stilbildende Kraft verlieren, und wo Eltern und Lehrer als soziale Modelle fur alltägliche, kulturelle und politische Verhaltensmuster ausfallen. Deswegen sind es diejenigen Kinder und Jugendlichen, die aus nicht intakten Familien kommen, bei denen die Medienbotschaft eine besonders intensive stilbildende Wirkung hat. Denn diese Kinder sind auf die Medien stärker als andere angewiesen, wenn sie ihr politisches und soziales Weltbild entwickeln, und sie wenden sich den Medien auch intuitiv stärker zu.

Das US-Horrorszenarium von Neil Postman kann auch für uns schnell Realität werden, und zwar bei einer erkennbar gefährdeten Teilgruppe von etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die sozial isoliert und psychisch instabil sind. Deswegen können sich die Medien auch in Deutschland nicht aus ihrer Verantwortung herausstehlen, die sie für die Sicherung einer demokratischen und menschenwürdigen Kultur haben. Deshalb dürfen die Medienmacherinnen und Medienmacher nicht so tun, als gäbe es die Gruppe der schwachen, der sozial, leistungsmäßig und auch psychisch unterprivilegierten Kinder und Jugendlichen nicht, die mit äußerst geringer Lebens- und deshalb auch Medienkompetenz ausgestattet sind.

Meiner Ansicht nach gibt es - neben der Verbesserung der Medienerziehung in Kindergarten, Schule und breiter Öffentlichkeit - nur eine Möglichkeit der Gegenstrategie: Qualitätskontrolle. Nur durch ein Medienangebot, das demokratisch ausgehandelte Mindeststandards erfüllt, kann die weitere Verwahrlosung der Benachteiligten vermieden werden. Neben dem Ausbau der freiwilligen Selbstkontrolle finde ich die Idee nicht schlecht, beim Bundespräsidenten einen Sachverständigenrat mit Kontrollfunktion einzusetzen. Eir solches unabhängiges Gremium könnte auch als Appellationsinstanz dienen, an das sich Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Verbände wenden können, wenn sie Mißstände und Verletzungen vor Mindeststandards beobachtet haben. Auf diese Weise würde eine ständige öffentliche Diskussion über Qualitätsmerkmale von Sendungen in Massenmedien stattfinden, die mit Sicherheit ihre Spuren hinterließe und den verantwortungslosen Medienanbietern hoffentlich kräftig einheizen würde.

Aufgabe 52. Nehmen Sie Stellung zu einigen Problemfragen.

1. Welchen Platz nimmt das Fernsehen in Ihrem Leben ein?

2. Worin sehen Sie den Nutzen des Fernsehens?

3. Welche negativen Wirkungen kann das Fernsehen haben?

4. Welche Verantwortung hat das Fernsehen?

Aufgabe 53. Äußern Sie sich zu folgenden Fragen.

1. Was halten Sie vom Kinderfernsehen?

2. Welche Sendungen würden Sie Kindern empfehlen?

3. Welchen Gewinn können Kinder aus guten Fernsehsendungen ziehen?

Aufgabe 54. Besorgen Sie sich ein Fernsehprogramm und fertigen Sie eine gegliederte Übersicht über die Sendungen an.

Ordnen Sie

a) nach inhaltlichen Gesichtspunkten (Sendungen über...);

b) nach der Art der Sendungen (Reportagen, Filme, Nachrichten...);

c) nach den Adressaten (Kinder...).

Welche Fernsehsendungen sehen Sie sich besonders gern an? Warum? Sprechen Sie darüber.

Aufgabe 55. Lesen Sie die folgende Zeitungsnotiz.





: 2014-12-26; : 686; ?;


! ? |



:


:



studopedia.su - (2013 - 2017) . , ! ip: 54.158.241.232
: 0.118 .